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Sonnenberg Klinik

Wettbewerb um die Erweiterung der Sonnenberg Klinik in Stuttgart

  • Entwurf:PLAN FORWARD GmbH mit White arkitekter AB (Göteborg)
  • BGF|BRI:10.000 m² | 6.332 m²
  • Leistungen:Architektenwettbewerb, 3. Platz, HOAI §33, LPH 3
  • Zeitraum:01/2013 - 03/2013
  • Auslober:ZfP Südwürttemberg
  • 3. Preis

Projektbeschreibung

In einer Arbeitsgemeinschaft mit einem der führenden skandinavischen Architektenbüros, dem schwedischen White arkitekter AB aus Göteborg, hat das Team der PLAN FORWARD 2013 den 3. Preis für den Entwurf zur Erweiterung der Sonnenberg Klinik in Stuttgart erhalten.

Schon in der Vorauswahl zur Zulassung von maximal 25 Architektenbüros zum Wettbewerb wurde die erste Hürde genommen. Das deutsch-schwedische Team konnte mit bereits erfolgreichen Wettbewerben und dem entsprechenden Know-How punkten.

Die Sonnenberg Klinik, in der Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen behandelt werden, besteht aus fünf Gebäuden aus den Jahren 1966 bis 1972. Es soll eine ergänzende Neubebauung neben dem zu erhaltenen Hauptgebäude (mit zentraler Betriebstechnik und den Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung), dem Nordbau (Eigentümer Familienberatungsstelle) sowie dem Westbau (42 Betten in Einzel- und Doppelzimmer sowie Ärzte- und Pflegezimmer) entstehen.

In den zu erhaltenen Gebäuden und der ergänzenden Neubebauung sollen ca. 10.000 qm Bruttogrundfläche untergebracht werden. Ebenso sind neue Freianlagen und etwa 60 teilweise unterirdische Stellplätze zu gestalten.

Entwurfsbeschreibung:

Der Entwurf der PLAN FORWARD GmbH in Zusammenarbeit mit White arkitekter AB aus Göteborg rückt den Menschen ins Zentrum und fördert durch sein angenehmes, offenes, helles Ambiente den Genesungsprozess des Patienten und verhilft ihm beim „Aufbruch“, dem Neustart zurück in ein gesundes Leben. Die Architektur erscheint nicht als erbaute, fremdartige Institution, sondern harmoniert mit der umgebenden Natur und passt sich dem menschlichen Maßstab an.

Die Geschichte des Ortes wird in der Gestaltung von Gebäude und Landschaft aufgegriffen. Die Baukörper werden in die Landschaft integriert und, wie einst der Steinbruch, mit Erde bedeckt. Durch die Begrünung des Daches wird die Natur auf das Gebäude hin ausgedehnt. Die winkelige Formensprache ist die Interpretation der Spuren des früheren Gesteinsabbaus. Die maßstabslose Fassade mit vertikalen Holzlamellen läuft wie ein chirurgischer Schnitt die hügelige Landschaft entlang.

Der Neubau und dessen Ausrichtung sind an die Topografie des Grundstücks angepasst. Die Fassade „umarmt” den Park, das Volumen öffnet sich, es „bricht auf“ und spaltet sich in verschiedene Bereiche auf. Die unterschiedlichen Gebäudeteile bieten abwechslungsreiche Ausblicke hinaus in die Umgebung. Die zentrale Empfangshalle/Lobby und die Hauptstränge „Behandlung“ und „Wohnen“ sind durch eindrucksvolle Geometrien gekennzeichnet. Vielfältigkeit wird durch die Gestaltung von Innenhöfen verschiedener Größe und dessen freie, individuelle Anordnung geschaffen. Eine gute Orientierung ist durch die variierende Geometrie gewährleistet.